Naturverbundenheit Teil 2 | Gastbeitrag Ananda World

Im ersten Teil dieses Beitrags haben wir die positive Auswirkung der Natur auf unsere Gesundheit beschrieben. Heute widmen wir uns der praktischen Umsetzung für den Alltag, in der Natur und zu Hause.


Wie kann ich mehr Naturverbundenheit erleben?

Natur sollte so intensiv wie möglich erlebt werden. Am besten barfuss, ohne Zeitdruck und mit voller Präsenz. Erlaube dir mal einen Augenblick zu verweilen. Die Erde dreht sich trotzdem weiter, versprochen. Dinge geschehen, oder eben nicht. Gelassenheit und Akzeptanz sind der Schlüssel zu einem zufriedenen Leben. Schließe deine Augen und nimm wahr, woher der Wind kommt. Hörst du auch das Rascheln der Blätter? Wonach riecht es hier? Sei ganz da und lasse all deine Gedanken los. Du bist weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft. Du bist jetzt.


Dein persönlicher Natur-Sitzplatz

Der Wildnis-Pädagoge Bastian Barucker empfiehlt folgende Übung, um zurück zur Natur zu finden.

Du suchst dir einen schönen Platz in der Natur. Am besten nicht all zu weit von deinem Wohnort entfernt. Unser liebster Platz ist eine kleine Lichtung im Wald, besonders morgens kommen hier die ersten Sonnenstrahlen wunderschön zwischen den Baumkronen durch. Je mehr Zeit du an deinem Sitzplatz verbringst, desto besser. Bastian empfiehlt dreimal die Woche für je 45 Minuten dort zu verweilen. Versuche dabei präsent zu sein, dich auf deine Umgebung einzustellen und dich dafür zu sensibilisieren. Welche Geräusche hörst du? Welche Farben und Bewegungen kannst du beobachten? Spürst du Sonne oder Wind auf deiner Haut? Durch die Wiederentdeckung dieser Sinne, wirst du eine wohltuende und heilsame Ruhe und Verbundenheit finden.


Bastian berichtet von unfassbar intensiven Erlebnissen mit Rehen, die in nächster Nähe an ihm vorbeigehen. Von kleinen Waldmäuse und Eichhörnchen, die über seine Beine krabbelten und von Eulen, direkt in der Baumkrone über ihm. Es ist sehr simpel, bedarf aber Geduld und Beharrlichkeit.

Er empfiehlt außerdem die Erlebnisse in einem Naturtagebuch festzuhalten.



Inspirierende Konzepte


#1 Green Gym | Fitness im Grünen

Natur-Pflege und gleichzeitige Verbesserung unseres körperlichen und psychischen Wohlbefindens. Beim Green Gym profitieren beide, Mensch und Natur. Es handelt sich hierbei übrigens nicht um ein Fitnessstudio im Freien, sondern viel mehr um Gärtnerarbeiten mit positivem Nebeneffekt auf den Körper. Die Aktivitäten werden von geschulten Personen begleitet und finden häufig in Parks statt. Einmal die Woche werden, gemeinsam in der Gruppe, Beete und Gebüsche angelegt, oder gepflegt. Vor Beginn wird im ‘tool talk’ alles Wichtige besprochen und die Werkzeug-Handhabung erklärt. Nach einem kurzen Aufwärmen geht es los, zum Beispiel zum Bäume pflanzen. In der Mitte des ein- bis vierstündigen Einsatzes, gibt es eine Pause mit viel Raum für sozialen Austausch. Nach getaner Fitness-Gartenarbeit gibt es ein paar Entspannungsübungen zur Erholung der beanspruchten Muskulatur. Das Green Gym möchte besonders ältere Menschen, Arbeitssuchende und Menschen mit Migrationshintergrund bei der sozialen Integration unterstützen. Weitere Informationen hier: Heilende Stadt.

#2 Wald-Erhohlungswege mit Entspannungsstationen | Ein Konzept aus Finnland

An verschiedenen Stationen eines Erholungswegs werden Übungen zur Entspannung vorgestellt. Ebenso wird man dazu eingeladen, die Natur zu beobachten, seine Körperhaltung zu reflektieren und die eigene Stimmung wahrzunehmen. Die Wirkung des Pfades auf das eigene Wohlbefinden wird anhand einer Vorher-/Nachher-Übung verdeutlicht.

#3 Shinrin-yoku | Waldbaden aus Japan

Ein Waldspaziergang, bei dem das bewusste Erleben der Waldatmosphäre im Vordergrund steht. Die Distanz ist nicht wichtig. Entspannung steht im Vordergrund. In Japan ist dies seit 1982 eine anerkannte Methode zum Stressabbau. Der Bundesverband Waldbaden ist die zentrale Anlaufstelle in Deutschland. Ein umfangreiches Angebot an Seminaren & Lehrgängen zum Waldbaden findest du auf Shinrin-Yoku.life. Besonders ansprechend finden wir die Wochenend-Seminare Shinrin-Yoku Digital Detox und Shinrin-Yoku ‘Inneres Kind’.



4 Wege für mehr Naturverbundenheit zu Hause


#1 Natur als Nahrungs- & Heilmittel in der Küche

Frische Lebensmittel und ein bunt gemischter Teller sind für uns ein fester Bestandteil davon. Anikas Rezepte passen so wunderbar zu diesem Thema. Der Sommerrollen Baukasten und der Asiatische Nudelsalat sind bereits jetzt unsere Lieblinge für die kommende Jahreszeit.

Bewährtes Wissen über heimische Wildkräuter und deren Wirkung gibt es bei Kruut Organics. Energie für Körper, Geist & Seele mit balinesischem Jamu von der lieben Stephanie und Bala Kitchen.


#2 Pflanzen & Blumen

Im Wohnzimmer, auf dem Balkon, oder wo auch immer du einen Platz findest, kannst du Natur pflegen. Zaubere dir deine eigene Grün-Oase, dort wo du sie haben möchtest. Züchte Kräuter oder pflanze zum Beispiel deinen Zwiebel-, Sellerie- oder Möhren-Strunk ein, statt diese wegzuwerfen.


#3 Dokumentationen

Tauche ein in Unterwasserwelten, besteige Berge und erkunde den Regenwald von deiner Couch aus. So lernst du mehr über unsere Welt und die Natur. Auch das schafft Naturverbundenheit. Zum Beispiel die Dokumentationen ‘Wildes Deutschland’ oder ‘Night on Earth’ auf Netflix. Unser Ranger-Ausbilder in Afrika hat einen tollen YouTube Kanal (EcoTraining TV) mit viel afrikanischer Wildnis und täglichen Live-Safaris.


#4 Bilder & Dekoration

Selbst die Bilder in deiner Wohnung oder am Arbeitsplatz können schon eine gesundheitsfördernde Wirkung auf dich haben. Von der Natur inspirierte Designs und biophiles Gestalten, sorgen für mehr Ruhe und Gelassenheit. Inspiration bietet hier der Praxisleitfaden: Positive Räume schaffen mit biophilic Design.

Zurück geben

Die meisten Menschen wissen wie es um unsere Umwelt steht. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (Nabu) gibt an, dass pro Tag etwa 150 Arten für immer vom Planeten verschwinden (Quelle). Der Mensch ist für ein 1.000-fach erhöhte Aussterberate verantwortlich (Quelle). Trotzdem herrscht eine große Kluft zwischen Wissen und Handeln.

Leider sind viele nicht bereit zu verzichten. Kaum jemand möchte etwas verändern. “Sollen doch die anderen.” Wie Dieter Lange in einem Interview sagte: “Menschen wissen nicht was sie wollen, doch sie wollen immer, was sie bereits kennen.”


Unsere Natur etwas besser kennenzulernen, verstehen zu lernen und uns als einen Teil davon zu betrachten, ist ein enormer Beitrag, zu einer gesünderen Welt. Mit einer pflanzlichen Ernährung unterstützt du die Umwelt und den Erhalt natürliche Lebensräume.


Vielen Dank, dass du dich heute mit diesem Thema auseinandergesetzt hast und deinen individuellen Beitrag leistest.



Autoreninformation

Hallo, wir sind Madeline & Michi und bereits seit 2014 gemeinsam auf der Suche nach Abenteuer, Freundschaft & Erkenntnis.


Im Jahr 2018 hingen wir unsere Jobs an den Nagel, um noch mehr Zeit für die Dinge zu haben, die uns wichtig sind und am Herzen liegen. In dieser Zeit reisten wir viel umher. Besonders prägend war die Zeit auf einer nepalesischen Farm und unsere Ranger-Ausbildung in Südafrika. Unsere persönliche Geschichte und Entwicklung zu mehr Naturverbundenheit findest du auch bald auf unserem Blog Ananda World.


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